Der Nussknacker – Original Erzgebirge

Wenn wir vom Nussknacker sprechen, denken wir einerseits an das rein funktionale Werkzeug – andererseits kommt uns aber auch der original Nussknacker Erzgebirge in den Sinn. Diese Seite wollen wir hauptsächlich der Figur aus der Erzgebirgischen Volkskunst widmen. Sie erhalten hier einen detaillierten Überblick über die wichtigsten Informationen zum dekorativen Nussknacker.

Einst in kleinen Stuben hergestellt und nur regional bekannt, ist die kunstvolle Figur heute in aller Munde. Aus dem Erzgebirge kommen viele einzigartige Dekorationen, aber der originale Nussknacker Holz ist seine weltweit bekannteste. Obwohl auch rein funktionale Modelle schön verziert sein können, sind die Nussknacker Erzgebirge etwas ganz Besonderes. Ursprünglich dienten letztere tatsächlich als Werkzeug, aber auch als Spielzeug und Dekoration.

Der Nussknacker hat auch eine symbolische Bedeutung: Basierend auf E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Nussknacker und Mäusekönig“ stellt er den Sieg des Guten über das Böse dar.

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Geschichte & Entstehung

Die Vorläufer des heutigen Nussknackers gab es bereits sehr zeitig, wie archäologische Funde beweisen. Dabei handelte es sich um verzierte Werkzeuge zum Nüsseknacken. Ein solches Exemplar stammt aus etwa 300 v. Chr. Alte Gräber lassen vermuten, dass der Nussknacker bereits zu dieser Zeit teilweise als Schmuck galt. Allerdings hatte er damals noch keinefigürliche Gestalt. Später konstruierte Leonardo da Vinci eine Drechselbank zum Bearbeiten von Holz, welche sicherlich den Grundstein für eine vermehrte Herstellung von schmuckvollenNussknackern legte. Künstlerische Gestaltungen des funktionalen Gerätes waren auch im Mittelalter beliebt. Bspw. schenkte der englische König Heinrich VIII. seiner zweiten Ehefrau einen fein gearbeiteten Nussknacker Holz. Um 1591 soll schließlich der erste Nussknacker in Gestalt eines Bettelmönchs entstanden sein, der den heutigen Figuren sehr ähnlich sah.

In Thüringen und Südtirol gewannen die dekorativen Werkzeuge im 18. Jahrhundert an Bedeutung und damit begann auch ihre Blütezeit. Das Kunsthandwerk besaß dort als Einnahmequelle eine wichtige Rolle. Die Motive waren sehr unterschiedlich. So bevorzugte man in Südtirol Figuren mit lustigem Aussehen. Die Nussknacker Erzgebirge hingegen machten – so wie meist heute noch – einen sehr strengen Eindruck.

Nüsse zu Weihnachten sind gut mit einem originalen Nussknacker zu öffnen.

Die Männer im einstigen Erzgebirge arbeiteten hauptsächlich im Bergbau. Doch im Winter musste die Arbeit wetterbedingt ruhen.

So verbrachte man die Zeit bspw. mit Schnitzen oder anderen Formen der Holzbearbeitung. Dabei entstanden Dekorationen, die teils zugleich einen nützlichen Zweck besaßen – darunter auch der Nussknacker Erzgebirge. Dieser fand zunächst mehr als Geschenk oder als Dekoration für zu Hause Verwendung.

Aus einer schönen Freizeitbeschäftigung entwickelte sich nach und nach eine Arbeit, die das Überleben sicherte. Als die Silberminen an Bedeutung verloren, mussten die Bergleute notgedrungen umsatteln.

Besonders im 19. Jahrhundert gab es im Erzgebirge viele Arbeitssuchende und die Region war von Armut geprägt.

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Wie der Nussknacker im Erzgebirge bekannt wurde, ist nicht klar. Eine Geschichte berichtet von einem reichen Bauern, der durch seinen Geiz einsam war und im Winter viele Nüsse aß. Das Knacken der Nüsse wurde ihm schließlich zu mühevoll. Er verkündete, dass derjenige belohnt werde, der ihm ein Gerät bringe, mit welchem er die Nüsse einfach knacken könne. Viele versuchten ihr Glück, doch der Bauer wurde erst von einer kleinen Holzfigur mit großem Mund überzeugt. Er begann diesen Nussknacker zu schätzen und sein Herz erweichte sich. Der Bauer schenkte dem Puppenschnitzer eine Werkstatt, in welcher dieser fortan seine erprobten Figuren herstellte.

Der erste Nussknacker Erzgebirge entstand erst um 1870, erschaffen von Friedrich Wilhelm Füchtner, der aus dem für die Volkskunst bekannten Ort Seiffen stammte. Damit begann die heute so berühmte Nussknacker-Tradition. Füchtner ließ sich von dem Kindermärchen „König Nussknacker und der arme Reinhold“ von Heinrich Hoffmann inspirieren. Die Familie Füchtner betreibt heute noch eine Werkstatt – bereits in der 8. Generation.

Aufgrund ihrer engen Beziehung zum Bergbau kleideten die Kunsthandwerker den Nussknacker Holz anfangs oft in eine Bergmannstracht. Sie kamen irgendwann auf den Einfall, die Figur auch auf eine andere Weise auszustatten. So fand der Nussknacker schließlich zu seinem bekannten Aussehen bspw. als Gendarm oder Husar. Die Haltung und der Gesichtsausdruck verdeutlicht, wie die Menschen in Machtpositionen auf das einfache Volk wirkten – streng und grimmig. Letztlich kann der Nussknacker Erzgebirge gar als Persiflage der Herrschenden bezeichnet werden. Bekannte Karikaturen sind solche von Bismarck und Napoleon.

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Verwendungszwecke früher und heute

Zu seiner Entstehungszeit besaß der Nussknacker nicht nur die Rolle einer Dekoration, sondern anfangs auch die – weshalb er ja auch so heißt – eines Nussknackers. In der Weihnachtszeit waren Nüsse damals ein wichtiger Bestandteil von typischen Süßigkeiten wie dem Christstollen. Deshalb wurde der Mund über einen Hebel als Knackmechanismus verwendet. Die Kinder benutzten den Nussknacker hingegen oft auch als Spielzeug. Trotz der ursprünglichen Steifheit war es bei manchen Modellen möglich, die Gliedmaßen zu bewegen. So konnte er bspw. mit ausgestreckten Armen und Beinen in Marschposition gebracht werden. Darüber hinaus war der Nussknacker Holz auch eine wichtige Einnahmequelle. Die Künstler boten ihre Modelle auf dem Weihnachtsmarkt an, damit jeder Interessent einen ihrer schönen Nussknacker kaufen konnte.

Nüsse mit einem Nussknacker original  öffnen zu Weihnachten

Heute ist die Rolle als Spielzeug und praktisches Werkzeug zum Nüsseknacken eher in den Hintergrund getreten. Viele heutige Nussknacker verfügen deshalb nicht mehr über den funktionalen Hebelmechanismus.

Vielmehr dient der Nussknacker Erzgebirge meist als Dekoration zur Advents- und Weihnachtszeit. Bei Liebhabern besitzt er eine große Beliebtheit als Sammlerfigur. Will man einen Nussknacker kaufen, der nicht mehr hergestellt wird, ist mit einem hohen Marktwert zu rechnen.

Der Nussknacker in traditioneller und moderner Form

Der traditionelle Nussknacker Erzgebirge hat oft die Gestalt eines Königs – angelehnt an das erste Modell von Friedrich Wilhelm Füchtner. Mit seinen strengen Gesichtszügen wurde und wird er hauptsächlich auch in den Motiven Soldat, Gendarm und Nachtwächter hergestellt. Eine Uniform, ein oft zusätzlicher Säbel oder ein Gewehr unterstreichen das achtunggebietende Äußere.

Dazu kommt dasetwas furchteinflößende „Maul“. Dieses wurde ursprünglich so geformt, umseinen praktischen Zweck erfüllen zu können. Nur in dieser Machart besitzt die Hebelkraft eine optimale Wirkung. Letztlich ergibt sich durch die derartige Ausstattung ein rundes Bild.

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Mittlerweile gibt es den traditionell strengen Nussknacker auch in einem „nahbareren“ Aussehen. So finden wir ihn teils auch mit runden Wangen und milderen Zügen. Ein Nussknacker in Gestalt des Weihnachtsmanns muss ja schließlich etwas freundlicher aussehen… Die Erzgebirgische Volkskunst ist sehr vielfältig und bietet so auch den Nussknacker in zahlreichen Varianten an. Die traditionellen Formen werden heute mit zeitgemäßen Ideen verbunden. Auf diese Weise spricht der Nussknacker Holz eine internationale Kundschaft an. In den USA sind vor allem Figuren von Steinbach sehr beliebt. Moderne Motive stellen den Nussknacker bspw. als Arzt oder Winzer dar. Ebenso kann man den Nussknacker kaufen als Schneemann, Mickey Mouse, Yoda aus Star Wars, als Präsidenten George Washington oder in vielen anderen Varianten.

Wie der Nussknacker Erzgebirge weltbekannt wurde

Den wichtigsten Beitrag zur Berühmtheit des Nussknackers leistete wohl E.T.A. Hoffmann mit seiner Erzählung „Nussknacker und Mäusekönig“ von 1816. Erhebliche Bedeutung kommt auch dem Ballett „Der Nussknacker“ (1892) von Tschaikowsky zu, das ein großer Erfolg wurde und heute weltbekannt ist. Populär wurde der Nussknacker in den USA hauptsächlich durch die damals in Deutschland stationierten Soldaten. Viele nahmen die Figur für ihre Familien mit nach Hause. Schließlich wurden auch diverse Animations- und Zeichentrickfilme wie „Der Nußknacker-Prinz“ mit dem Nussknacker als Protagonisten gedreht.

Weltgrößte Sammlung im Nussknackermuseum

Dem Nussknacker zu Ehren wurde 1994 das Nussknackermuseum in Neuhausen geweiht. Es  verfügt über die weltweit größte Nussknackerkollektion. Hier sind Figuren von den Anfängen im Erzgebirge bis heute ausgestellt. Im Museum befindet sich außerdem der im Guinness-World-Records-Buch eingetragene international größte Nussknacker mit einer Höhe von 10,10m. Auch finden wir hier den kleinsten mit nur 4,9mm. Etwa 6.000 Figuren aus 30 Ländern bezeugen die außerordentliche Kreativität der Holzkünstler.

Unsere Empfehlungen - ungewöhnliche Motive: Nussknacker Rose (Original Seiffen Erzgebirge, 25cm)* |  Queen als Nussknacker (19cm Nußknacker Erzgebirge)* | Und auch ein Bayer auf dem Oktoberfest darf als Nuss-Knacker nicht fehlen (27cm Original Erzgebirge / Seiffener Volkskunst)* | Für den Winter - Nussknacker als Skifahrer (39cm aus Seiffen Erzgebirge)*

Herstellung & Qualitätsunterschiede

Früher

An der Herstellung des Nussknackers arbeitete früher die ganze Familie. Zu den Aufgaben der Männer zählte die Holzbearbeitung, also bspw. das Schnitzen, Hobeln undDrechseln. Letzteres spielte wie auch heute eine wichtige Rolle. Es ermöglichte den Kunsthandwerkern eine zügige Herstellung, damit möglichst viele Interessenten die Nussknacker kaufen konnten. Die Frauen und Kinder kümmerten sich um die Verzierung: Sie vollendeten die Figuren durch Bemalung und Bekleben.Man kann sich denken, welche Freude es den Kindern bereitete, daran mitzuwirken. Sicherlich war es nicht zuletzt die Motivation, welche die gemeinsame Produktivität steigerte. Denn schließlich wurde das Resultat der Mühezu Hause als nützliche Dekoration gebührend geehrt, wenn es nicht verkauft wurde.

Heute

Früher klein angefangen, produzieren heute die von Generation zu Generation weitergeführten Familienbetriebe weltbekannte Nussknacker sowie andere berühmte Dekorationen im Stil der Erzgebirgischen Volkskunst. Hauptsächlich werden die Figuren in Olbernhau, Seiffen und Marienberg hergestellt. Die Größe des Nussknackersvariiert von 4,9mm bis 10,10m. Der kleinste Nussknacker mit 4,9mm ist aus einem Zahnstocher hergestellt (siehe Nussknackermuseum). Die Handwerksbetriebe streben nach Optimierungen im Herstellungsprozess, doch benötigt der durchschnittlich etwa 35cm große Nussknacker Erzgebirge immerhin ca. 130 Arbeitsschritte. Der Grund dafür liegt in den zahlreichen Elementen – etwa 60 Einzelteile. 

Die Produktion läuft je nach Betrieb maschinell oder noch überwiegend per Hand. Auch heute besteht der Nussknacker meist aus Holz. Zu einem günstigeren Preis, aber dafür mit Einbußen in der Echtheit, gibt es den Nussknacker maschinell hergestellt auch mit Kunststoff- und Metallteilen. Besonders kleine Figuren sind teils aus Plastik. Letztlich zeigte sich, dass die Machart aus den benötigten 60 Elementen und die praktische Nützlichkeit nicht übertroffen werden können. Das gute alte Handwerk beweist seine qualitative Arbeit, auch wenn dafür ein gewisser zeitlicher Aufwand nötig ist.

Weltweit wollen nach wie vor zahllose Begeisterte von Hand gefertigte Nussknacker kaufen. Sie sind etwas ganz Besonderes und ein Kenner vermag diese Figuren von maschinell produzierten zu unterscheiden. Vor allem Sammler werden einen traditionell hergestellten Nussknacker einem am Fließband gefertigten vorziehen – auch trotz deutlicher Preisdifferenzen. Eine gleichermaßen beschaffene Qualität und Echtheit kann durch automatisierte Massenproduktion nicht erreicht werden. Ausschlaggebend für das besondere Etwas ist eben auch die Liebe der Kunsthandwerker bei der Vervollkommnung ihrer Arbeit.

Die Herstellung erfordert zahlreiche Arbeitstechniken, darunter: Drechseln, Schnitzen, Fräsen, Sägen, Schleifen und Kleben. Kleine Elemente wie die Nase und die Füße werden geschnitzt. Vorrangig verwenden die Kunsthandwerker Buchen- oder Fichtenholz, aus dem die Körperteile gedrechselt werden. Das Maul fräst der Kunsthandwerker in das Holz. Damit dieses seinen Zweck erfüllt, wird anschließend der Hebel über einen stabilen Stift im Maul festgemacht. Nun können die Einzelteile zusammengeleimt werden. Details des Nussknackers schnitzt der Kunsthandwerker in das Holz. Nach dem Grundieren und Anschleifen des rohen Holzes und dem nachfolgenden Färben fehlt noch ein letzter Schritt: Die Kopfhaare und der Bart werden angeklebt. Die Kleidung besteht u.a. aus Stoff, Fell, Leder, Wolle und teils aus Kunststoff.

Weitere Empfehlungen - Original Nussknacker Erzgebirge:
- Robin Hood aus Seiffen / Erzgebirge*
- der Weihnachtsmann darf nicht fehlen 28cm*
- Der Förster als Nussknacker in 37cm*
- Und auch ein Advokat ist da in 34 cm*
- Von Christian Ulbricht der Schäfer 38cm*
- Schornsteinfeger aus dem Erzgebirge 23cm*
- Den Nussknacker-Gärtner gibt es auch 23cm*
- Ja, ein Schotte mit Dudelsack, 27cm aus Seiffen*
Nussknacker original kaufen auch als Deko

Pflege

Hohe Luftfeuchtigkeit über 60% und Feuchtigkeit sind für Holzfiguren schädlich. Wenn das Holz langsam wieder trocken wird, kann die Farbschicht aufreißen. Gute Lager- und Standortbedingungen sind Zimmertemperatur, Trockenheit und keine direkte Sonneneinstrahlung (Lagerung an einem dunklen Ort – Schutz vor Ausbleichen).

Zum Aufbewahren nehmen Sie am besten die Originalverpackung. Verpackungsmaterial aus Papier zieht u.U. leicht Feuchtigkeit. Seidenpapier eignet sich noch am ehesten zum Einwickeln Ihres Nussknackers.

Beim Säubern müssen Sie einige Hinweise beachten: Den Nussknacker Holz nur trocken reinigen und keine Putz- oder Reinigungsmittel benutzen! Zum Abstauben kann ein feiner, weicher Pinsel, ein Staubwedel oder ein weiches Baumwolltuch (kein Microfasertuch) verwendet werden. Sanftes Polieren bringt die Oberfläche wieder zum Glänzen.

Im Fall einer Beschädigung müssen Sie abwägen, ob es sich um eine einfache Maßnahme handelt oder ob das Kontaktieren des Herstellers sinnvoll ist. Eine nicht fachgemäße Reparatur ist oft nicht empfehlenswert.

Eigene farbliche Ausbesserungen können leicht missraten, denn wichtig sind die richtigen Farben, sodass kein Unterschied auffällt. Ist ein Teil vom Nussknacker Erzgebirge abgebrochen, darf nur eine dünne Schicht Holzleim auf die Bruchstelle aufgetragen werden.

Rein funktionale Nussknacker

Wir können in unterschiedlichen Macharten rein praktische Nussknacker kaufen: Es gibt sie als Zange, Schraub- oder Spindelnussknacker.

Sie sind meist einfach und ohne jede Verzierung, doch  sehr effektiv. Mit wenig Kraftaufwand brechen die Nussschalen durch die Hebelwirkung bzw. durch den Druck der Schraube.

Unsere Empfehlung für einen Nussknacker / Nusszange: Modern mit schwarzem Element* oder schlicht Traditionell / Funktionell* 

Nüsse sind ein wichtiges Nahrungsmittel, das uns vor allem in der kalten Jahreszeit mit Energie versorgt. Das Knacken ohne ein geeignetes Werkzeug ist problematisch, deshalb wurde bereits in der Antike nach Lösungen gesucht. Die Erfindung des Nussknackers geht bis zur Zeit von Aristoteles (384-322 v. Chr.) zurück, der vermutlich den ersten geeigneten Knackmechanismus erfand. Dieses bestand aus zwei Armen, die als Hebel wirkten.

Ein hervorragend erhaltener Nussknacker aus dem italienischen Tarent stammt aus dem Ende des 4. / Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr. Er wurde aus Bronze gefertigt und ist mit Blattgold verziert. Der Nussknacker besteht aus zwei Unterarmen einer Frau, deren gefaltete Hände durch ein Scharnier verbunden sind, wodurch eine Hebelwirkung ermöglicht wird. Das faszinierende Exemplar ist im Museo Archeologico Nazionale di Taranto ausgestellt. In der Antike konnten sich nur die Reichen Nussknacker aus Bronze leisten. Meist verwendete man zum Knacken einen Hammer oder gar die eigenen Zähne. Später befasste sich Leonardo da Vinci (1452-1519) ebenfalls mit Nussknackern. Details zu seiner Arbeit sind jedoch nicht bekannt.